Warum geben wir oft genau dann auf, wenn wir eigentlich weitermachen müssten? Das liegt an einer falschen Erwartungshaltung. Wir glauben, Veränderung verläuft linear: Ein Tag Aufwand = Ein Tag sichtbares Ergebnis.
In der Realität verläuft Veränderung jedoch oft exponentiell oder zeitverzögert. In der Anfangsphase investierst du viel Energie, siehst aber kaum Resultate. Dies nennt man das „Tal der Enttäuschung“.
Es ist wie bei einem Eiswürfel in einem kalten Raum, den du langsam erwärmst. Von -10 Grad auf -1 Grad passiert scheinbar nichts – der Eiswürfel bleibt fest. Du denkst, deine Bemühungen sind umsonst. Doch bei 0 Grad beginnt er plötzlich zu schmelzen. Die ganze Arbeit vorher war nicht umsonst, sie war notwendig, um die Energie für den Phasenübergang aufzubauen.
Das Paradoxon der Veränderung bedeutet, weiterzumachen, auch wenn das Feedback der Realität noch auf sich warten lässt.