Endlich etwas ändern – Wie du das Richtige identifizierst und erfolgreich umsetzt

Im ersten Teil haben wir gelernt, dass unser Gehirn und unser Körper eigentlich darauf programmiert sind, den Status quo zu erhalten. Wir wissen jetzt, warum radikale Hauruck-Aktionen oft scheitern. Doch bevor wir uns Strategien für die Umsetzung zurechtlegen, müssen wir erst einmal klären: Was genau soll sich eigentlich ändern? Oft spüren wir nur eine allgemeine Unzufriedenheit, können den Finger aber nicht in die Wunde legen. Hier sind praktische Wege, um herauszufinden, wo dein größtes Wachstumspotenzial liegt und wie du die Veränderung dann auch durchhältst.
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Phase 1: Die Diagnose – Wie du herausfindest, was du wirklich ändern willst

Bevor du losrennst, musst du wissen, wohin. Viele Menschen ändern Dinge, die gar nicht das Problem sind (z.B. eine neue Frisur, wenn eigentlich der Job stresst).
Nutze diese 6 Indikatoren, um dein Ziel zu finden:

1. Achte auf das „innere Warnsignal“

Beobachte dich im Alltag ganz genau. Bei welchem Verhalten bemerkst du immer wieder eine leichte, unterschwellige Negativität in dir aufsteigen? Das kann der Griff zum Smartphone direkt nach dem Aufwachen sein, der dich eigentlich stresst, oder das dritte Glas Wein am Abend, bei dem sich dein Bauchgefühl schon leise meldet. Dieses kurze Gefühl von „eigentlich will ich das nicht“ oder „das tut mir nicht gut“ ist dein wichtigster Wegweiser.

2. Nutze Neid als Kompass

Neid ist ein tabuisiertes Gefühl, aber extrem nützlich. Bist du auf jemanden neidisch? Verurteile dich nicht dafür, sondern analysiere es: Was genau hat oder tut diese Person, das du auch gerne hättest? Ist es die Disziplin des Kollegen, der morgens joggen geht? Ist es die Gelassenheit einer Freundin im Umgang mit Stress? Neid zeigt dir oft unbewusste Wünsche und Ziele auf, die du dir selbst noch nicht eingestanden hast.

3. Ziehe die Bilanz der Konsequenzen

Schau dir deine Gewohnheiten rational an: Welches Verhalten bringt dir im Schnitt eher negative „Outcomes“ als positive? Vielleicht macht das nächtelange Serienschauen kurz Spaß (positiv), aber am nächsten Tag bist du müde, gereizt und unproduktiv (negativ). Wenn die „Kosten“ (Müdigkeit, schlechte Laune, Gesundheit) dauerhaft höher sind als der „Gewinn“ (kurze Entspannung), hast du einen idealen Kandidaten für eine Veränderung gefunden.

4. Der „Ewigkeitstest“: Passt es zu deiner Identität?

Frag dich bei jeder potenziellen Veränderung: „Kann ich mir vorstellen, dieses neue Verhalten für immer in meinen Alltag zu integrieren?“ Radikale Diäten scheitern oft hieran. Eine Ernährungsumstellung hingegen, die zu deinem Alltag und deiner Persönlichkeit passt, besteht den Test. Suche nach Veränderungen, die sich nicht wie ein Fremdkörper anfühlen, sondern wie ein Puzzleteil, das bisher gefehlt hat.

5. Suche nach der Hebelwirkung (Domino-Effekt)

In welchem Lebensbereich würde eine Veränderung sich offensichtlich positiv auf alles andere auswirken? Oft gibt es eine „Schlüsselgewohnheit“. Zum Beispiel: Wenn du früher ins Bett gehst (Veränderung), bist du morgens fitter, isst gesünder, weil du weniger Heißhunger hast, und bist bei der Arbeit konzentrierter. Suche den einen Dominostein, der die anderen positiv anstößt.

6. Der Spiegel von außen

Wir haben oft blinde Flecken. Was wird dir von deinem Umfeld (Partner, Freunde, Familie) wiederholt gespiegelt? Sagen dir verschiedene Menschen unabhängig voneinander, dass du oft unpünktlich bist, schlecht zuhörst oder dich zu wenig bewegst? Wenn sich die Rückmeldungen häufen, ist meistens etwas Wahres dran – auch wenn wir es ungern hören.

Phase 2: Die Umsetzung – Wie du die Veränderung meisterst

Sobald du weißt, was du ändern willst (z.B. „Ich will früher aufstehen, weil mich die Hektik am Morgen negativ beeinflusst“), geht es an die Umsetzung. Hier scheitern viele an der eigenen Psychologie.

Warum aller Anfang schwer ist

Die Psychotherapeutin Amy Morin beschreibt drei Phasen der Veränderung:
  1. Vorkontemplation: Du ahnst das Problem noch nicht.
  2. Kontemplation: Du denkst darüber nach („Vielleicht sollte ich…“).
  3. Vorbereitung: Du planst das „Wie“.
Viele springen von Phase 2 direkt in die Aktion, ohne Phase 3 (Vorbereitung). Das ist ein Fehler. Wenn du sagst „Ab morgen ändere ich das“, aber keinen Plan hast, wie du mit Hindernissen umgehst, ist das Scheitern vorprogrammiert.

6 Hinweise für den Umgang mit dem Unbehagen

Veränderung fühlt sich anfangs oft falsch oder anstrengend an. So gehst du damit um:
  • Es ist nur temporär: Das Fremdheitsgefühl bei neuem Verhalten geht vorbei.
  • Scheitern als Daten: Wenn es nicht klappt, ist das kein Charakterfehler, sondern Feedback. Passe deinen Plan an.
  • Lehne dich in das Unbehagen: Sieh die Unsicherheit als Zeichen für Wachstum (wie Muskelkater beim Sport).
  • Hol dir Unterstützung: Soziale Kontrolle und Ermutigung helfen enorm.
  • Vertraue dem Prozess: Ergebnisse kommen oft zeitversetzt. Hab Geduld.
  • Kleine Schritte: Unterschätze nicht die Macht der kleinen, kontinuierlichen Schritte.

Praktische „Hacks“ für deinen Alltag

  • Sei ein Wissenschaftler: Betrachte dein Leben als Experiment. „Ich teste jetzt mal für zwei Wochen, wie es ist, abends das Handy wegzulegen.“ Das nimmt den Druck der Endgültigkeit.
  • Erlaube dir den Ausstieg: Sag dir: „Ich mache nur 10 Minuten Sport, wenn ich dann nicht mehr will, darf ich aufhören.“ Meistens machst du weiter, weil die Hürde des Anfangens überwunden ist.
  • Erwarte Rückschläge: Plane ein: „Wenn ich an einem Tag rückfällig werde, mache ich am nächsten Tag einfach normal weiter, statt alles hinzuwerfen.“ Perfektionismus ist der Feind des Fortschritts.
Helen Hammelberg Gründerin von OptiMind

Ich helfe dir zur Leistungssteigerung in sämtlichen Lebensbereichen durch ganzheitliche Integration von mentaler, körperlicher und spiritueller Stärke.

Helen Hammelberg, M.Sc. Psychologie

OptiMind-Fazit

Die beste Veränderung ist die, die du wirklich willst und die du realistisch in dein Leben integrieren kannst. Nutze deine Gefühle (auch die negativen wie Neid oder Unbehagen) als Wegweiser, um das richtige Ziel zu finden. Und dann: Starte klein, sei geduldig und bleib dran. Du schaffst das!
Über die Autorin: Helen Hammelberg
Psychologin, Fitnesstrainerin, Ernährungsberaterin & Gründerin von OptiMind
Mit einem ganzheitlichen Ansatz unterstützt Helen Menschen dabei, ihr volles Potenzial zu erkennen und zu entfalten – sei es mental, körperlich oder spirituell. Ihr Ansatz basiert auf einer tiefen Wertschätzung für die individuellen Bedürfnisse jedes Menschen und der Überzeugung, dass jeder die Fähigkeit hat, sein Leben positiv zu gestalten.
Auch bekannt aus FOCUS Online.
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